Kanzel2.0

Login-v1Das neue Projekt von Milliways-Publishing

Innerhalb der Kirchen, unabhängig ob evangelisch oder katholisch, gibt es aktuell kaum etablierte Lösungen für typische Arbeitsabläufe, Prozesse und Verwaltungsaufgaben. Viele Kirchengemeinden arbeiten mit eigenen Insellösungen. Zudem gibt es keine oder nur rudimentäre digitale und soziale Interaktions- und Dialogmöglichkeiten der Kirchenmitglieder und Ehrenamtlichen mit den Pfarrämtern.

Unter dem Projektname Kanzel2.0 versuchen die zwei ehemaligen Masterstudenten der Hochschule der Medien Stuttgart Daniel Schneider und Marco Volz zusammen mit Ihrem Team, Professoren der Hochschule und über 15 Testgemeinden aus Württemberg  Kirche mit dem Enterprise 2.0-Ansatz zu verbinden und Lösungswege und Werkzeuge zu erarbeiten.

Kanzel 2.0 versteht sich als zukünftige Plattform der Kirchengemeinden. Kanzel 2.0 bietet moderne Enterprise 2.0 Lösungen, modulare Erweiterungen, sowie Import- und Export-Schnittstellen. Kanzel 2.0 verfügt über eine offene Architektur und API. PlugIns und Erweiterungsmodule können extern unter Open Source entwickelt werden. Dadurch können bestehende Workflows und Prozesse eingebettet und implementiert werden. Dies ermöglicht bereits bestehende Lösungen und Strukturen für die Web2.0-Funktionalität zu öffnen und über eine zentrale Oberfläche ansprechbar zu machen und in aktuelle technologische Entwicklungen einzugliedern.

Dabei ist „Kanzel2.0“ deutlich mehr als nur eine „social software“. Klassische solziale Funktionen sind eine Art gemeinsamer, kooperativer Arbeitsbereich in dem es aber kaum einen Ausgang nach außen gibt. Die Infrastruktur von Kanzel 2.0 sieht eine offene Web-Export-Schnittstelle, aber insbesodnere eine Schnittstelle zu Print vor. Speziell hierfür haben wir ein Autosatz-System entwicklet, welches kooeprativ erstellte Inhalte für die gesamte, auch offline-Gemeinde aufbereiten und, gedruckt zur Verfügung stellen kann. Viele ähnliche Ansätze übersehen die bereits etablierten und vorhandenen Kommunikationswege und Möglichkeiten der Pfarrämter, wir binden diese ein und bereiten Inhalte für diese bewährten Wege auf.

Kanzel 2.0 ist die zentrale Dashboard-Lösung für Kirchengemeinden und besitzt das Potential, zum Dreh- und Angelpunkt kircheninterner Kommunikation, Publikation und Verwaltung zu werden.

Ein großes in den Kirchen aktuell diskutiertes Problem, ist die Vernetzung der Mitarbeiter. Bei der jüngeren Generationen erfolgt diese meist über soziale Netzwerkdienste wie Facebook. Die älteren Semester arbeiten jedoch vorrangig mit Mailinglisten. Darüber hinaus existiert keine einheitliche Lösung zur Erfassung und Zuordnung aktiver und ehemaliger ehrenamtlicher Mitarbeiter und Unterstützer. Kanzel 2.0 bietet die Möglichkeit nicht nur mit den eigenen Mitarbeitern innerhalb der Gemeinde, sondern auch über die Gemeinde hinaus im Austausch und Kontakt mit (ehrenamtlichen) Mitarbeiter zu bleiben.

Bei Kanzel 2.0 handelt es sich um den klassischen Enterprise 2.0 Ansatz. Will man also mehr über die Funktionsweise von Kanzel 2.0 erfahren und dessen Vorteile und zukunftsweisenden Prinzipien fassen, macht es Sinn einen kurzen Exkurs zu Enterprise 2.0 zu führen.

Nachricht-verfassen-v1Der Begriff des Enterprise 2.0 wurde von Harvard Professor Andrew McAfee erstmals 2006 erwähnt und ist zurückzuführen auf die gravierende Veränderung, die das Internet in den letzten Jahren vollzogen hat. War es zunächst nur ein Medium zur passiven Informationsbeschaffung, so entwickelte es sich zu einem Medium, das eine aktive Inhaltsgestaltung erlaubt. Die Bezeichnung Web 2.0 beschreibt diesen Paradigmenwechsel und wurde von dem Verleger Tim O´Really 2004 geprägt. Web 2.0 beschrieb jedoch nicht eine technologische Weiterentwicklung des Internets, sondern lediglich ein anderes Netzverständnis und Nutzungsverhalten des Internets.

Enterprise 2.0 als Grundlage für Kanzel2.0
Die Bezeichnung Enterprise 2.0 ist also von dem Schlagwort Web 2.0 abgeleitet. 2006 erklärte McAfee den Begriff folgendermaßen:

Enterprise 2.0 is the use of emergent social software platforms within companies, or between companies and their partners or customers.

Hierbei wird deutlich, dass McAfee Unternehmen, die Social Software benutzen, als Enterprise 2.0 bezeichnet. Die Basis dieses neuen Systems ist die Nutzung webbasierter Software, wie Wikis, RSS-Feeds oder Weblogs im Unternehmen. So soll das System im Unternehmen transparenter und vorhandenes Wissen besser genutzt sowie Projekte besser koordiniert werden. Es bedeutet eine kollektive Intelligenz, wenn offen über die Dinge kommuniziert wird mit einem einhergehenden großen Produktivitätssprung. Somit erzielt das Unternehmen einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil, da Potentiale der Mitarbeiter besser erschlossen werden können. Vor Allem dezentralisierte Organisationen können hiervon profitieren.

Das besondere bei Enterprise 2.0 Elementen besteht darin, dass sie die Mitarbeiter in den Mittelpunkt stellen. Die verstärkte Interaktion der Mitarbeiter sowie der erhöhte Informationsfluss tragen zur Vernetzung innerhalb der Kirche sowie zur Verdichtung von Wissen bei. Hieraus ergeben sich enorme Potenziale gegenüber der traditioneller Unternehmenskommunikation und dem Wissensmanagement.

Der Einsatz von Enterprise 2.0 Tools verändert nicht nur die Art und Weise wie die Mitarbeiter miteinander kommunizieren, sondern es handelt sich hierbei um eine völlig neue Art und Weise zu denken. Daraus resultiert unter Umständen ein veränderter technischer, sozialer und organisatorischer Ansatz der Kirchenführungen. Global gesprochen verändert der Einsatz von Enterprise 2.0 Elementen die Kultur eines jeden Unternehmens grundlegend.

Ein Enterprise 2.0 Unternehmen unterscheidet sich speziell durch den Grad an Selbstorganisation, die von einem bestimmten Unternehmen ermöglicht wird, von einem Enterprise 1.0 Unternehmen. Diese neu gewonnene Selbstorganisation trägt zur Informationsdynamik und Kreativität, sowie der Steigerung des WIR-Gefühls und nicht zuletzt im kirchlichen Bereich zu einer besseren und effektiveren Verbreitung des Wort Gottes und den christlichem Idealen bei.

 

Dashboard-Verwalter-v1

Gibt es Kanzel 2.0 bereits als Lösung?
Kanzel 2.0 ist ein Projekttitel für eine Zukunftsvision für die Kriche von Morgen. Eine Kirche, welche näher denn je mit seinen Mitarbeitern und Gemeindegliedern im Austausch steht und Zukunft Gemeinsam und hochgradig vernetzt gestaltet und dabei die effizientesten und effektivsten Werkzeuge und Möglichkeiten nutzt.

Seit 2013 ist das Entwicklungsteam um Daniel Schneider und Marco Volz damit beschäftigt diese Vision in einer Webbasierten Software und Infrastruktur abzubilden. Um dieses Ziel zu erreichen arbeitet das Team um Milliways-Publishing eng mit Proffessoren der Hochschule und Testgemeinden zusammen, führt Anforderungsinterviews und Möglichkeits-Studien durch. Zudem wurde der Software-as-a-Service-Ansatz wissenschaftlich durch mehrere Projektarbeiten und letztendlich zwei Masterarbeiten untersucht. Seit Beginn 2015 befindet sich Kanzel2.0 in der Umsetzung. Technische Infrastrukturen und erste Module von Kanzel2.0 werden programmiert und der Kontakt in die Verwaltungsorganisationen und zentralen Ansprechpartner innerhalb der Kirche gesucht.

Wenn Sie mehr über den aktuellen Stand des Kanzel2.0 Projekts erfahren wollen oder Fragen haben freuen wir uns auf Ihre Mail!

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