Buchhandel

Ostern und Karneval ist 2014 an den katastophalen Umsatzzahlen im Buchhandel schuld!

  • 28. April 2014

Der Börsenverein des deutschen Buchhandels zeigt in seinem Branchen Monitor Buch die aktuelle Entwicklung im Buchhandel auf: mies!
Gab es 2013 im gedruckten Buchbereich gerade noch schwarze Zahlen, ist das erste Quartal 2014 geradezu katastrophal.
Im sationären Buchhandel ist der Umsatz von Print-Büchern um 19% im Vergeleich zu 2013 eingebrochen. Besonders die relativ leicht durch digital zu subsituierenden Taschenbücher haben enorm unter dem Verkaufsrückgang gelitten. Ergebnisse für eBooks, welche nicht berücksichtigt wurden, liegen noch nicht vor. Komisch, da diese Zahlen eigentlich wesentlich schneller und einfacher zu erfassen sein müssten…

Lusig: Schuld an den Zahlen soll Ostern und Karneval sein

Zu diesem massiven Rückgang beigetragen hat das Fehlen des Ostergeschäfts, das sich in diesem Jahr komplett vom März in den April verschiebt […]
Vielleicht auch, weil sich Fasching in diesem Jahr vom Februar in den März verschoben hat, so dass in Teilen der Republik weniger eingekauft werden konnte.

Jana Lippmann, Referentin für Marktforschung
Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V.

Also bitte… das ist wohl der lustigste Erklärungsversuch einer Referentin für Marktforschung hinsichtlicher einer Analyse für den langsam zerfallenden Buchmarkt…
Wahrscheinlicher ist, dass sich auch der Deutsche Buchmarkt immer mehr dem amerikanischen annhähern wird, und dort wird wohl bald ein Drittel des Umsatzes digital erzielt.
Print hat seine besten Jahre hinter sich, und es macht wenig Sinn dies zu leugnen oder schön zu reden und rund 20% Umsatzeinbruch mit Sonnenflecken, Erdstrahlung oder Ostern dafür in die Verantwortung zu ziehen. Wenn sich die Branche nicht schnell etwas einfallen lässt, ist es zu spät.

Funfact: amazon hat im ersten Quartal 2014 seinen Umsatz um 22% gesteigert. Aha… Karneval… Ostern… achnee, Ostern ist ja in den USA bestimmt wann anders….
Okay, jetzt werden welche rufen: amazon macht sein Geld auch mit Elektronik und nicht mit Büchern… schon, aber was bitte wenn nicht auch irgendwie ein „Buch“ ist der Kindle? Und das Teil verkauft sich wie warme Semmeln….

Daher mein Rat mit Steve Jobs worten: Lieber Buchhandel, „Kannibalisier dich selbst, bevor es jemand anderes tut“


Hier noch ein kleiner Lesetipp zum Thema Börseinverein: „Trollmission und der Börsenverein“
Hier kann man sehr anschaulich und schön die verschiedenen Standpunkte von Milliways-Publishing und dem Börsenverein erkennen 🙂

 

 



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