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Nein liebe Verleger, ein PDF ist kein Digital-Publishing…

  • 13. März 2014

Bei unseren Gesprächen mit Verlegern und anderen Publishern hören wir immer wieder, dass wir doch digitale Medien im Programm haben. Bei genaueren Hinsehen handelt es sich dann zu 90% um ein PDF, im besten Falle wurde dieses wenigstens durch interaktive Elemente ergänzt.

Wir sagen dann immer, dass dies kein geeignetes Format zum Publishing auf digitalen Wege ist und stoßen auf Unverständnis. Doch was spricht gegen das PDF und warum lehnen wir es ab.

  1.  Dieses Format wurde nie als Publishing-Lösung entwickelt und eignet sich von der reinen Struktur und Konzeption nicht für Mobile-Endgeräte. „…Ziel war es, ein Dateiformat für elektronische Dokumente zu schaffen, das diese unabhängig vom ursprünglichen Anwendungsprogramm, vom Betriebssystem oder von der Hardwareplattform originalgetreu weitergeben kann. Ein Leser einer PDF-Datei soll das Dokument immer in der Form betrachten und ausdrucken können, die der Autor festgelegt hat. …“ Wikipedia zum PDF
  2. Das PDF an sich richtet sich genau so, wie auch Word an das Trägermedium Papier. Das Bedeutet, es wird in Seiten dargestellt und auch die Struktur entspricht einem ausgedrucktem Papier-Medium. Ein Medium für Digital-Publishing passt sich hingegen dem Endgerät an und ist flexibel.
  3. Um ein PDF zu lesen muss dieses gesamt geladen werden, was vor allem bei schwankenden Verbindungen im mobilen Gebrauch Probleme schafft.
  4. Im Gegensatz zum ePub oder auch HTML-Inhalten, lässt sich das PDF nicht auf die jeweilige Bildschirmgröße flexibel anpassen. Wer schon mal mit einer Zeitung als PDF morgens in der Bahn saß kennt das Problem, er muss rein zoomen und dann mit den Finger über die Seite schweben um zu lesen.
  5. Auch aus Content-Marketing-Sicht ist das PDF schlecht. Ein Kunde meinte, er stelle ja seine Inhalte online damit er höher gerankt wird. Leider sind PDFs wie geschlossene Bereiche auf einer Seite, diese werden durch Suchmaschinen nicht Katalogisiert, da die Webcrawler diese nicht öffnen. Somit ist dies alles umsonst.
  6. Da die PDF meist aus den Druckdaten generiert werden, enthalten diese auch spezielle Anforderungen an den Druck, die aber die digitale Betrachtungsweise erschweren oder unnötig viele Daten transportieren.  Hier mal ein gutes Beispiel von einer Firma die es eigentlich wissen müsste. VVS_zoomHier hat die VVS ein Booklet für die Langenacht der Museen hochgeladen und dabei total übersehen dass ja im Falz in der Mitte alles doppelt gedruckt wurde.

Doch Was ist den ein gutes Format? Hier gibt es keine allgemein gültige Regel, sondern man muss sich den Inhalt anschauen und dann die Zielgruppe. Auf Grund dieser Informationen entscheidet sich dann, wie man die Inhalte Publiziert. Aber in den Meisten Fällen läuft es auf eine Kombination aus den zwei wichtigsten Digitalen Formaten heraus.

  1. Das ePub-Format wird in seinen unterschiedlichen Ausführungen von eReadern benutzt und eignet sich vor allem für  Fließtext lastigen Inhalten. Die Hauptvorteile des Formats sind seine einfache Herstellung die aus jeden XML-First-Workflow automatisiert hergestellt werden kann. „Ich sage hier ausdrücklich XML-First und nicht wie es bei vielen Verlagen leider abläuft. Diese stellen das XML oft aus den Druckdaten her und dann wird es sehr schwierig und teuer. Richtig ist eher die Druckdaten aus den XML herzustellen“
  2. Die Webtechnologien die aus HTML 5, CSS3 und JavaScript bestehen eignen sich hingegen zum Publizieren von Zeitschriften und ähnlichen Inhalten. Der Große Vorteil dieser Art der Daten ist es, dass sie auf so gut wie jedem Endgerät in jeweils dafür ausgelegter Weise dargestellt werden können. Auch sind diese individualisierbar. So kann der User z.B. die Schriftgröße selbst bestimmen.

Doch warum machen es die Verlage als Publishing-Profis denn so was überhaupt, warum trifft man so oft auf das PDF? Tja, da dürfte hauptsächlich Adobe schuld sein, die Firma, die auch sonst die gängigsten Tools im Verlagswesen anbietet, hat ihr Indesign um die so genante DigitalEdition erweitert. Mit dieser ist es für Verlagshersteller ohne großes Umdenken möglich, angereicherte PDF´s herzustellen. Doch leider bleiben es Daten, die aufgrund der Druckdaten entstanden sind. Und nicht für die Endgeräte optimiert sind.

Und nun, wie solls aussehen, wie geht Publishing heute richtig? Naja, hier darf ich euch unseren Partner Pag.es vorstellen, der für uns dies mit euren Daten automatisiert erstellt. Sprich sobald ihr eure Inhalte als fertig markiert, rechnet unser Server daraus das Druck PDF, das ePub und eine für die Mobilenendgeräte optimierte Version eurer Publikation. Das Schöne daran ist, dass diese dann auf allen Plattformen läuft, da sie erkennt, wo sie sich befindet und sowohl die Darstellung als auch die Steuerung dafür optimiert.

Und so sieht es dann aus, wir freuen uns sehr auf eure Inhalte und hoffen dass wir euch immer zufrieden stellen.

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