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Gründerkultur braucht der Staat

  • 4. Februar 2015

Heute ist wirklich ein denkwürdiger Tag, denn hätte man mir gestern gesagt, dass ich heute ein FDPler loben würde und mit ihm ins gleiche Horn stoßen würde, ich hätte wahrscheinlich denjenigen im Neckar entsorgt.

Doch was Christian Lidner im Düsseldorfer Landtag in seiner 2 1/2 Minütigen Wuttrede da den Herren vom Öffentlichendienst engegen geschleudert hat, musste mal gesagt werden.

In Deutschland wird viel über Gründerförderung geredet und es läuft immer darauf hinaus, dass eine Summe X für einen Bereich Y zuverfügung gestelt wird. Doch an das Grundproblem welches diesem Land immer mehr junge Talente kostet, wird  nichts geändert.

Was soll den das für ein Problem sein fragen Sie sich (damit seid ihr CDUler,SPDler und sonstige Politiker und auch Wähler gemeint die es noch nie in ihrem Leben in Erwägung gezogen haben ein Scheitern zuriskieren).

Deutschland ist in Europa eines der Länder mit der geringsten Gründerquote, doch das liegt nicht an der Bildung und auch nicht am Geld, das liegt an der Erziehung und unserem System. Hier werden junge Menschen erzogen ihre Ideen und ihre ganze Kraft in den Dienst eines Konzerns zu stellen. Stimmt nicht? Doch stimmt sehr wohl. Ob an der Schule oder an der Uni, überall heisst es: lern dies, mach das, damit du einen guten Job findest. Erst im Masterstudium konnte ich aus diesem Zwangsgedanken ausbrechen und mich ernsthaft mit Rückendeckung zweier sehr angagierter Professoren (Ihnen Herr Wittenzellner und Herr Engstler vielen Dank dafür)  über die Chancen und Risiken beschäftigen.

Ja, wenn man versucht seine eigenen Ideen zu verwirklichen, kann man Scheitern! Doch ist das eine Schande? Nein, denn es ist die viel größere Schande sein ganzes Leben einen Job zu machen, den man hasst oder einfach nicht mag. Wie heisst es so schön im übertragenen Sinne „Wer Kämpft kann verlieren wer es nicht tut, hat schon verloren“.

Scheitern gehört zum Gründergeist genauso wie das wieder aufstehen und weitermachen. Dass beweissen einige der inzwischen wertvollsten Unternehmen dieser Erde. So hat Apple mit einem Gerät zum Telefonbetrug angefangen und Youtube hätte eine Datingportal werden sollen. Und nun was ist daraus geworden wirft dennen noch jemand ihr Scheitern vor? Nein natürlich nicht.

Warum werden dann in Deutschland Gründer die schonmal mit einer Idee daneben lagen behandelt als wären Sie des Wahnsinns?

Wer immer ohne Risiko leben möchte wird Beamter oder Politiker in einer konsavativen Partei.

Jeden Anderen rate ich dazu seine Ideen nicht aufzugeben und seine Träume zu leben. Denn nur so kann unsere Gesellschaft weiter international bestehen und zwar nicht nur kurzfristig sondern noch in 100 Jahren.

 


 

Marvo Volz



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