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Milliways http://www.milliways-publishing.de a million ways to publish Fri, 11 May 2018 07:32:32 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.9.9 59408975 Das VLB+ die neue Metadatenbank aus der Steinzeit http://www.milliways-publishing.de/das-vlb-die-neue-metadatenbank-aus-der-steinzeit/ http://www.milliways-publishing.de/das-vlb-die-neue-metadatenbank-aus-der-steinzeit/#respond Tue, 30 Dec 2014 15:52:32 +0000 http://www.milliways-publishing.de/?p=1643 Heute wollen wir uns mal die neusten bemühungen der Branche und insbesondere des MVB bezüglich des VLB+ anschauen. Dazu haben wir uns die Mühe gemacht und das vom MVB veröffentlichte Whitepaper zum Status Quo des VLB+ angeschaut und durchgearbeitet und uns die MVB-Broschüre zu gemüte geführt.

Das VLB möchte eine Datenbank von der Branche für die Branche werden und nennt sieht sich gerne als „Die Metadatenbank“. Doch beides scheint augenwischerei. Erstens werden kaum wirklich sinnvolle Metas außer die sich eigentlich aus logischem Menschenverstand aufdrängenden wichtigsten Eckpunkte erfasst, zweitens… wer ist denn „Die Branche“ eigentlich? In einer Zeit in der Selfpublisher die Bestseller-Listen im eBook-Sektor anführen sollte man doch meinen, dass Selfpublisher einen einfachen zugang in das VLB+ erhalten. Doch weit gefehlt… die „Branche“ kocht wieder ihre eigene Steinzeit-Suppe… ohne die Selbstverleger.

Wir haben uns ein paar Gedanken gemacht, wie das VLB+ wirklich sein müsste um tatsächlich „Die Metadatenbank“ für den Buchbereich zu werden.

Das VLB+ als Konkurenz zur Amazon-Datenbank

Ziel des VLB+ ist, die Datenerfassung und Ausgabe einheitlich und in hoher Qualität für jeden aus der Branche zugänglich zu gestalten. Das VLB+ soll so zur Universaldatenbank für die Buchbranche werden. Im Whitepaper wird dies beschrieben als Eine Metadatenbank von der Branche für die Branche[2]. Diese Aussage beschreibt den fundamental falschen Ansatz der Datenbank. Selfpublishing findet keinen direkten Weg in das VLB+. Hier bleibt nur der, vermutlich kostenpflichtige, Zugang über einen Distributor.

Lösung wäre eine Plattform oder Web-Input, über welche Selfpublisher Ihre Werke in das VLB+ direkt integrieren, sowie mögliche Bezugsquellen angeben können. Auch wenn der Buchhandel ggf. Produkte im VLB+ dann nicht anbieten kann, so würde zumindest das VLB+ dem Anspruch einer umfassenden Datenbank gerecht werden. Weiter müssen die Bewertungsfunktionen in bestehende soziale Plattformen integriert werden. So muss es möglich sein, über einschlägige Buch-Plattformen, wie beispielsweise LovelyBooks, Empfehlungen, Bewertungen und Rezensionen abgeben zu können.

Der Vorteil von Amazon liegt darin, eine umfassende Datenbank zu besitzen. In Amazons Datenbank sind sowohl die meisten Selfpublisher-Titel, als auch alle Titel, die in einer Buchhandlung, also bisher im VLB gelistet sind, vertreten. Das VLB+ muss hier ein, zumindest von seinen technischen Voraussetzungen, Kräftegleichgewicht herstellen. Daten innerhalb es VLB+ müssen ebenfalls als Gütesiegel für ein Buch fungieren, wobei nur der Name eines Autors oder die Zugehörigkeit zu einem Verlag nicht automatisch als Qualitätsmerkmal gewichtet werden darf. Hier könnte das Konzept des Lipper Rating für Bücher als Grundlage genommen, oder ein ähnlicher Ansatz verfolgt werden.

Als Fazit kann hier festgehalten werden, dass ohne die Integration von Selfpublishern und deren Produkte, auch ohne den Umweg über einen Distributor, das VLB+ nicht das gewünschte Ziel einer universellen und umfassenden Buchdatenbank erfüllt.

 Verkaufsempfehlungen

Für Buchhandlungen bewirbt der MVB das VLB+ mit der Funktion, anonym Daten über Verkäufe von Buchhandlungen zu sammeln und diese anderen Buchhändlern als Entscheidungsgrundlage anzubieten. Ebenso können Kunden Bewertungen schreiben.

Dieser Ansatz ist verständlich, aber nicht konsequent und zu stark rückständig gegenüber dem heutigen Stand der Technik. Wird das VLB+ auf einen solchen rudimentären Algorithmus beschränkt, ist eine wirkliche Innovation und Aussagekraft nicht gegeben.

Ohne Metadaten über einen Buchhändler, wie beispielsweise Zielgruppe, Altersdurchschnitt, Bildungsgrad der Region, lokale Besonderheiten, Einzugsgebiet, Mitbewerber und deren Eigenschaften sowie vieles mehr, ist eine Empfehlung kaum mit zutreffender Genauigkeit möglich. Ohne das Erstellen eines umfassenden Buchhändler-Profils, sind die aus der Buchhandlung gewonnenen Daten wenig aussagekräftig. Dasselbe gilt für das Erfassen von Bewertungen von Lesern. Hier müssen im Browser übergebene Cookies und Trackings ausgewertet werden und Zugang zu weiteren kundenrelevanten Daten erfolgen. Im Idealfall müssen APIs[3] geschaffen werden, über welche sich Benutzer mit ihrem bestehenden Google-Profil, Amazon-Profil oder aber Profilen von White-Label-Shops einloggen können. Weiter müssen Foren- und Communitys mit Zugangsbeschränkung übergeben und mit hinterlegt werden, über die weitere personenbezogene Daten gesammelt und gewonnen werden können,. Falls eine Kooperation mit den großen Playern wie Amazon, Google oder Facebook nicht gewünscht oder möglich ist, befinden sich Verlage aktuell in einer ausreichend einflussreichen Position, um personenbezogene Daten, Bestell-Historien, beispielsweise über die Tolino-Reader oder Kundendatenbanken aus Online-Shops usw., zusammenzustellen. Ebenfalls besitzen Verlagshäuser Anteile an sozialen Buchplattformen und Distributionsplattformen, über welche personenbezogene Daten gewonnen und ausgewertet werden können. Je mehr personenbezogene und historische Daten über einen Kunden vorliegen, umso besser können Bewertungen gewichtet und für relevante Empfehlungen genutzt werden. Auch hier muss gelten, dass die Funktionen von Amazon das Minimum der Funktionen des VLB+ bilden müssen, um nachhaltig erfolgreich im Wettbewerb bleiben zu können. Liegen Buchhändler- und Kunden-Profile vor, können gezielt treffende Empfehlungen für Buchhandlungen erstellt werden und Zielgruppen analysiert und mit einer höheren Beratungskompetenz und gezieltem Marketing bedient werden.

 Mehr Meta

Die Liste der möglichen Tags im VLB+ im Vergleich zu den bisherigen Leistungen des VLB sind enorm, dennoch muss das VLB+ zukünftig mit noch wesentlich mehr Daten versorgt werden können. Einige dieser Daten müssen sich dabei selbst generieren. Dazu gehört es auch, Algorithmen zu erstellen, welche Bücher, so möglich lesen, deren Lesbarkeit bewerten und eine durchschnittliche Lesezeit berechnen. Dies ermöglicht Buchhändlern eine Empfehlung auch für eine bestimmte Lesedauer auszusprechen. Dieses Beispiel steht exemplarisch für sich automatisch generierende Metadaten, die im VLB+ pro Buch oder eBook hinterlegt werden müssen.

Verlage sollten bereits bei der Bucherstellung Ihre Autoren in die Pflicht nehmen, Bücher mit Metadaten zu versehen. Dass dies erfolgreich ist, zeigen Beispiele aus der Fotografie. Hier geben einerseits die Fotografen bereits umfangreiche Metadaten ein, weiter werden automatisch Metadaten von der Kamera generiert und drittens werden intelligent Metadaten generiert, beispielsweise durch Gesichts- oder intelligente Objekt- oder Farberkennung. Workflows und Prozesse müssen für das VLB+ angepasst und deren Notwendigkeit kommuniziert werden.

Eingegebene Daten müssen zukunftssicher sein, dazu gehört, dass beispielsweise vom Verlag oder Autor hochgeladene Bilddaten in hoher Originalauflösung gespeichert und hinterlegt werden. Dies ermöglicht das automatisierte Erstellen von Werbematerial anhand der hinterlegten Daten für verschiedenste Medien und Anwendungszwecke. Weiter zählt hier dazu, dass eingegebene Daten plattform- und medienneutral sein müssen, der Upload von Factsheets muss entweder als XML-Datensatz oder als XML-interpretierbarer Datensatz erfolgen. Es ist nicht ausreichend, einfach nur Daten anzuhäufen, die Daten müssen semantisch vom System auswertbar sein.

Fazit VLB+

Das Projekt VLB+ ist, anders als oft verkauft, so wie es sich aktuell darstellt, keine große Sache, zumindest nicht hinsichtlich der technischen Umsetzung. Es handelt sich um eine relativ simple Datenbankstruktur, welche von gelernten Programmierern und Informatikern ohne große Forschungs- und Innovationsleistung zu einem vertretbaren Preis in relativ kurzer Zeit umgesetzt werden kann. Die Komplexität des VLB+ jedoch ist, die Akzeptanz des Systems innerhalb der Branche und einen ggf. auftretenden Mehraufwand bei der Datenerfassung, zu rechtfertigen. Weiter bedarf es, bei der Konzeptionierung viele Faktoren zu bedenken, um nicht bereits nach kurzer Zeit einen Nachfolger des VLB+ ausrufen zu müssen.

Das VLB+, wie es aktuell geplant ist, trägt in keinster Weise zu einer Demokratisierung des Buchmarktes bei und will dies augenscheinlich auch nicht. Das VLB+ hätte das Potential, durch Mitwirken der gesamten Branche eine Datenbank auf Augenhöhe zu Amazon zu erstellen und dem kleinen Buchhändler um die Ecke ungeahnte Beratungskompetenzen, Marketing-Tools und Effizient- und Effektivitätssteigerung in der Bespielung der Verkaufsräume und innerhalb von Bestellprozessen zu ermöglichen.

VLB+-Daten könnten noch viel mehr leisten. Ein Geschäfts- und Finanzierungsmodell für das VLB+ wäre, die Datenbank weiteren branchenfremden Händlern zu öffnen. So könnten Reisebüros künftig zielgerichtet zu den Reisezielen Empfehlungen für Bücher aussprechen und wo diese verfügbar oder beziehbar sind. Unter Umständen könnten die Bücher direkt mitbestellt und mit den Reiseunterlagen zugeschickt werden.

Nutzer könnten abfragen, in welcher Buchhandlung welche Bücher online sind. Findet die VLB+ Datenbank ihren Weg in mobile Apps, könnte ein Nutzer beim Passieren einer Buchhandlung anzeigen, welche für ihn interessanten Bücher dort vorrätig sind. Das VLB+ darf sich nicht davor scheuen, auch Amazon als Bezugsquelle mit einzubeziehen.

Eine VLB+ App für Endkunden könnte über das Cover eines Buches dies erkennen und sofort Zusatzinfos und Bezugsmöglichkeiten, sowie Bewertungen und Rezensionen einblenden. Sollte tatsächlich in einer nicht mehr fernen Zukunft ein gewisser Prozentteil der Bevölkerung Wearables wie Google-Glas[4] tragen, hätte man hier eine zukunftssichere und verwertbare Grundlage für solche Entwicklungen. Es darf nicht nur zwei bis drei Jahre im Voraus gedacht werden, sondern die Konzeptionierung des VLB+ muss sich zehn Jahre in die Zukunft denken.

Die Vision des VLB+ muss es sein, als Webseite oder App stellvertretend für eine Buchsuchmaschine für Endkunden zu fungieren, über welche diese alle Bücher finden und feststellen können, wo diese zu beziehen sind. Dies kann Amazon sein, der Onlineshop einer Buchhandlung, oder die nächstgelegene Buchhandlung. Für den User muss es aber attraktiver sein, im VLB+ zu suchen, statt wie bisher oft, auf Amazon. Dieses Ziel ist vielleicht nicht erreichbar, sollte jedoch als Vision dienen.

Zuletzt jedoch muss das VLB+ für die neuen Branchen-Teilnehmer geöffnet werden: die Selfpublisher, denn ohne diese, wird ein wichtiger und zukünftig noch stark wachsender Inhalts-Produzent außen vor gelassen, welche in der Lage ist, exzellente Metadaten durch die Verwendung von Autorensoftware oder Verlags-Ersatz-Plattformen für das VLB+ zu generieren.


 

[1] https://www.mvb-online.de/files/whitepaper_metadatenbank_vlb+.pdf und

http://info.vlb.de/files/whitepaper_metadatenbank.pdf, Whitepaper zum VLB+ abgerufen am 9.10.2014

[2] https://www.mvb-online.de/files/whitepaper_metadatenbank_vlb+.pdf Seite 4

[3] application programming interface – eine Schnittstelle

mehr Infos auf http://de.wikipedia.org/wiki/Programmierschnittstelle

[4] Google Glas ist eine Brille mit eingebautem Display und Kamera.


Text: Daniel Schneider

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Trollmission und der Börsenverein http://www.milliways-publishing.de/trollmission-und-der-boersenverein/ http://www.milliways-publishing.de/trollmission-und-der-boersenverein/#comments Mon, 28 Apr 2014 10:47:01 +0000 http://www.milliways-publishing.de/?p=1535 trollmissionLustig… kaum deutet man auf der Facebookseite des Börsenverein des Deutschen Buchhandels mal kurz dezent an, dass man der Meinung ist, dass es, anlässlich der neuen Besteuerung von 7% statt 19 % für eBooks nun ja auch an der Zeit wäre, die Buchpreisbindung mal zu überdenkent, wird man dort vom Redakteur für Web & Social Media sofort als Troll bezeichnet …. eieiei…. das sagt soooo viel über diese Institution aus….

Der Börsenverein Berlin-Brandenburg schreibt auf seiner Webseite:

Bücher haben feste Preise…
und das hat für Buch- und Medienbegeisterte, für Informationshungrige und LeserInnen enorme Vorteile. Sie haben Zugriff auf ein engmaschiges Netz »geistiger Tankstellen«: Allein in der Stadt Berlin gibt es über 300 Buchhandlungen! Dort erhalten Sie, von wenigen Ausnahmen abgesehen, innerhalb von 24 Stunden jedes von Ihnen gewünschte, lieferbare Buch (oder Medium). Daneben finden Sie in dieser Vielfalt der Buchhandlungen auch die Vielfalt von Ideen, Informationen, Geschichten abgebildet, die in Büchern transportiert werden […]

Von wegen!
Das „engmaschige Tankstellennetz“ ist dank dem Internet noch engmaschiger geworden und hat und wird weiter durch die Verbreitung von eReadern die bisherigen „Tankstellen“ ersetzen. Weiter war der Text von 2002 und ich glaube nicht, dass es in Berlin noch 300 Buchhandlungen aktuell gibt, man belehre mich eines besseren… und zeige mir deren Jahresberichte… eBooks erhalte ich in unter 24 Sekunden… und Vielfalt von Ideen, Informationen, Geschichte… naja, das ist alles nur ein einziger Klick weit entfernt hier im Netz… und oft ist die Beratung in Buchforen oder die Social-Web Funktionen bei Buchplattformen deutlich nützlicher als die direkte „Beratung“ der Verkäufer in Buchhandlungen.
in Zeiten des Web 2.0 tatsächlich noch zu behaupten Ideen, Informationen und Geschichte am besten, einfachsten und schnellsten via Buchhändler zu bekommen halte ich für einen wirklich großen Witz… mit viel Anlauf 🙂

Betrachtet man die Umsatzzahlen des Print-Buchhandels im 1. Quartal 2014 so sind diese katastrophal. Die Experten des Börsenverein sind der Meinung, daran sei wohl Ostern und der Karnevall schuld… Die ganze Story und die viel wahrscheinlicheren gründe über den Umsatzeinbruch von 19% im Print-Buchhandel lest ihr HIER: Ostern und Karneval ist 2014 an den katastophalen Umsatzzahlen im Buchhandel schuld!

Das „Kulturgut Buch“ ist der Inhalt und nicht der Container, daher das Papier auf dem der Inhalt steht.
Inhalte müssen geschützt werden und das geht heutzutage nunmal digital besser als gedruckt.

Szenario: Wir wollen in Afrika Schulen mit Bildung ausstatten… was ist günstiger… ne Ladung Kindles hinschicken voll gefüllt mit kulturell nützlicher und hochwertiger Literatur… so 100 Bücher und mehr, von Göthe über Do It Yourself bis hin zu medizinischen Ersthilfe-Büchern, Survivel-Material, Bauanleitungen und Lernmaterial usw… oder aber ein Schiffkontainer voll veralteter nicht mehr benötigter aussortierter Bücher…  Und wer schon mal in Afrika war ,dem ist bewusst, dass das Aufladen der Kindles dort kein Problem ist (davion abgesehen, dass meiner gut 1 Monat Nutzung durchhält ohne an die Steckdose zu müssen)… so hatte ich mit meinem Kindle 3G in ganz Tansania durchweg mobiles Netz und hätte mir jedenzeit von amazon neue Bücher laden können… und selbst die ärmsten Familien die sonst nichts besitzen haben mindestens ein Handy in der Hütte… dank vorbildlicher Entwicklungshilfe von Vodacon kann man dort quasi kostenlos flächendeckend telefonieren… Ich finde dieses Beispiel zeigt schön, was digital eigentlich im Vergleich zu nem Haufen Papier bewirken kann und aktuell schon tut. Dazu kommt das KO-Kriterium schlechthin… mit meinem Kindle 3G hatte ich in ganz Afrika, zwar langsam, aber immerhin jederzeit von fast überall Zugriff auf das englischsprachige Wikipedia und Amazon. Kostenlos. WOW!!! Welches Buch soll da bitte mithalten? Wie kann Entwicklungshilfe besser aussehen als durch Bildung und Zugang zu (unbegrenztem), stets aktuellem) Wissen?

Es kommt auf den Inhalt an, nicht die Verpackung und das Containerformat!
Content is king!

 


Update 28. April 13:00

Da haben mich wohl die Emotionen übermannt bzw. die Antwort falsch verstanden, so ganz böse war es wohl doch nicht vom Redakteur gemeint, eher augenzwinkernd.
Trozdem bleibt es spannend und ich hoffe auf fruchtbare Diskussionen. Bin gespannt welche Position der Börsenverein 2014 bezieht und der obige Text von 2002 noch der aktuellen Weltanschauung entspricht.

 

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http://www.milliways-publishing.de/trollmission-und-der-boersenverein/feed/ 2 1535
E-Books werden künftig mit 7 statt mit 19 Prozent Mehrwertsteuer belastet. http://www.milliways-publishing.de/e-books-werden-kuenftig-mit-7-statt-mit-19-prozent-mehrwertsteuer-belastet/ http://www.milliways-publishing.de/e-books-werden-kuenftig-mit-7-statt-mit-19-prozent-mehrwertsteuer-belastet/#respond Mon, 28 Apr 2014 09:22:29 +0000 http://www.milliways-publishing.de/?p=1528 Endlich, ein Schritt in die richtige Richtung!

Die große Koalition plant eine Absenkung der Mehrwertsteuer auf Hörbücher und E-Books von 19 auf 7%. In Koalitionskreisen wurden am Sonntag entsprechende Berichte bestätigt. Die auf diese Weise vermarkteten Inhalte, wie klassische Bücher, Zeitungen und Zeitschriften sollen nur dem ermäßigten Mehrwertsteuersatz unterliegen. Öffentlich bekannt gegeben werden soll, das Vorhaben nach der Sitzung der Fraktionsspitzen von Union und SPD am Montag und Dienstag in Königswinter bei Bonn.

Quelle: REU

Hilft das jetzt nur den Verlagen?
Davon ausgehend, dass Verlage immer weniger eBooks verlegen werden und über kurz oder lang sowieso das zeitliche ich Buch- und Zeitschriftensektor segnen, sind das tolle Neuigkeiten für Selfpublisher die dann direkt vom reduzierten Steuersatz profitieren. Weiter ist die Grundlage aller Honorar- Berechnungen ja der um die Mwst. bereinigte Umsatz. Der würde steigen, also fielen auch die Anteile für die Autoren höher aus. In jedem Fall also ein Gewinn für die Autoren und Selfpublisher.

Vielleicht passend zum Thema unserBeitrag: Eine Branche entzaubert? Dabei gehts um das Staunen und den Zauber den viele hinter der Buchbranche sehen und auch wie sich viele Autoren und auch Leser noch die Branche vorstellen.

Eine ganz große Frage welche sich jetzt aber stellt… wenn das eBook schon steuerlich jetzt dem „Kulturgut Buch“ gleichgestellt ist, daher also endlich eingesehen wird, dass nicht das Papier das Kulturgut ausmacht sondern der Inhalt (bisher auf Papier, jetzt eben im Speicher), dann wird es dringend mal zeit über die Buchpreisbindung nachzudenken. Für den Online-Verkauf das sog. „Herkunftslandprinzip“, das auf die europäische E-Commerce-Richtlinie zurückgeht. Was den grenzüberschreitenden Handel angeht, sind daher die Erfolgsaussichten einer Klage (bis zum EuGH) garnichjt mal so schlecht. Demnächst erwartet euch hier auf Milliwaysw-Publishing ein ausführlicher Bericht und eine Analyse zur Buchpreisbindung, auch im zusammenhang mit den aktuellen Entwicklungen. Dazu einfach Milliways-Publishing auf Facebook liken oder hier mal öfter auf der Seite im Blog vorbei schauen.

Dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels schmeckt das ganze Thema überhaupt nicht. Hier gibts einen netten Artikel zu lesen, wie der Börsenverein auf den Hinweis mal die Buchpreisbindung zu überdenken, reagiert.

 

 

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http://www.milliways-publishing.de/e-books-werden-kuenftig-mit-7-statt-mit-19-prozent-mehrwertsteuer-belastet/feed/ 0 1528
Stuttgarter Zeitung und Digital ein Desaster… http://www.milliways-publishing.de/stuttgarter-zeitung-und-digital-ein-desaster/ http://www.milliways-publishing.de/stuttgarter-zeitung-und-digital-ein-desaster/#respond Thu, 17 Apr 2014 08:41:33 +0000 http://www.milliways-publishing.de/?p=1517 Eigentlich hatte ich ich mich ja gefreut als mir mein Ipad unter den Punkt „in der Nähe“ die App der Stuttgarter Zeitung empfahl. Also hops auf „Installieren“  gedrückt und sich die Porbeausgabe heruntergeladen. Dann kam auch schon, wie zu erwarten war die große Enttäuschung. Wie konnte ich auch nur für eine Sekunde hoffen von diesem Verlag etwa für das iPad aufbereitete Inhalte zubekommen oder gar eine nutzerfreundliche Menüführung.

Ach es ist ja zum verrückt werden, es ist ja nicht so als gäbe es von der Konkurrenz nicht schon einige hervorragende Zeitungs-Apps. Die es schaffen die Inhalte auf den „ach so neuen“ mobilen Endgeräten schön darzustellen.

Wie denen bewusst ist die hier regelmäßig lesen sind wir keine großen Freunde von Springer aber hier muss ich sagen liebe Stuttgarter schaut mal nach Berlin so macht man heute Multichannel-Publishing. Betrachtet man die App der Stuttgarter Zeitung und die der Welt nebeneinander so hat man den Eindruck die Stuttgarter seien auf dem Stand von 2001, was wie später noch erklärt auch stimmt. Während die App der Welt für das Lesen auf dem Tablet hervorragend angepasst ist und es hier wirklich Spaß macht die App-Ausgabe zu nutzen, habe ich bei den  Stuttgartern den Eindruck das sie nichts weiter tun als ihr PDF hoch zu laden und dann lieblos und ohne an die Usability zudenken noch den reinen Fließtext zu integrieren. Auch ist es offenbar vollkommen unbekannt das es die Möglichkeit gibt dem iPad Steuerbefehle zusenden, denn meins verabschiedet sich alle drei Minuten in den Ruhezustand, was beim Lesen echt stört. Auch der Rest der App wirkt wie aus lange vergangene Zeiten der ersten Webseiten.

Aber warum ist es anscheinend bei den Schwaben nicht möglich vernünftig digital zu publizieren? Soll ich es euch sagen? Ganz einfach man müsste sich ja mal mit seiner bestehenden Technologie auseinander setzen.

Zum Hintergrund während meines Masterstudiums an der HDM Stuttgart  gab es die Projektausschreibung eine Lese-App für die Zeitungsgruppe zu konzipieren, wohl gemerkt bevor Springer seine veröffentlicht hatte. Diese Projekt fand auch großen Zuspruch und 12 Studenten aus allen Disziplinen der Hochschule fanden sich zusammen um dies umzusetzen. Es hat allen Beteiligten viel Zeit und viele schlaflose Nächte gekostet um in den sehr knappen 4 1/2 Monaten von 0 eine schöne App zubauen. Diese hatte in etwa die Funktionen die jetzt auch die Welt-App hat.

Sprich:

  • Dynamische Darstellung die sich für jedes Anzeigegerät selbstständig optimiert
  •  Volle Umsetzung mit Javascript, Html5 und CSS3
  • Geräte abhängiger Seitenumbruch
  • Selbstständige Erstellung von Teasertexten
  • Lesezeitangabe
  • Automatischer Download
  • Optimierte Usability für das Lesen unterwegs
  • Einbindung von Multimedia-Inhalten
  • Speichern von einzelnen Berichten
  • Teilen von Inhalten mit Freunden (So wie man früher oft eine Artikel ausgeschnitten hat…)

Nun warum sieht die jetzige App nicht so aus?
Als wir die App der Zeitung vorstellten kamen wir auch mit einer überschaubaren Liste an Forderungen was die Technik betrifft. Was war los?

Nun ja der Workflow der Stuttgarter Zeitung ist nunmal „print first“*1, dies bedeutet die App hätte ihren Inhalt aus den für den Druck verwendeten Daten beziehen müssen, so wie es auch die aktuelle tut. Neben der Druck-PDF hätte man nur noch den reinen Fließtext aus dem ,veraltetem Redaktionsystem „Hermes“, bekommen. Leider ergibt dies riesige Probleme.  Den somit ist es z.B. nicht möglich die Fotos auch den richtigen Artikeln zuzuordnen. Da diese auch im System nicht maschinell lesbar den Artikeln zugeordnet sind. Sprich wie soll ohne semantische Aufbereitung eine App automatisch bestückt werden? Einige meiner Kollegen haben damals extra einen Algorithmus  geschrieben der versucht hat anhand der Bildplatzierung auf der Seite das Bild zuzuordnen . Trotz der vielen Arbeit scheiterte dies jedoch an der Tatsache das es im Layout der Zeitung keinerlei feste Regeln für die Platzierung gab. Das selbe gilt übrigens auch für Teasertexte und wenn ein Artikel über zwei Seiten läuft.

Letzter Stand war also dass eine App da war die den Ansprüchen der heutigen Leser wahrscheinlich entsprochen hätte aber da das Redaktionssystem nicht in der Lage ist strukturell sinnige XML Daten zuliefern. So war es nur händisch möglich die Inhalte zu übertragen. Das letzte was wir von der Stuttgarter Zeitung gehört haben war dass sie sich dies nun vornehmen möchten. Leider ist dies wohl bisher nicht erfolgt.

Ob dies, wie aus internen Quellen berichtet, wohl an der schlechten internen Finanzlage liegt, die durch die totale Fehlplanung mit dem überdimensionierten Druckzentrum zusammen häng ist nur Spekulation.

 

*1 ja Computer und CMS sind ja auch nur ne Modeerscheinung grrrrrrr….. und das Internet wird eh  bald wegen mangelndem Interesse geschlossen …lsst uns Steintafel kaufen…

Text: Marco VolzVerleger
Foto: Daniel Schneider

 

 

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Die Verhandlungen mit den Redakteuren, Journalisten und Autoren kann beginnen…. für Getränke ist hiermit gesorgt (foto) :-) http://www.milliways-publishing.de/die-verhandlungen-mit-den-redakteuren-journalisten-und-autoren-kann-beginnen-fuer-getraenke-ist-hiermit-gesorgt-foto-2/ http://www.milliways-publishing.de/die-verhandlungen-mit-den-redakteuren-journalisten-und-autoren-kann-beginnen-fuer-getraenke-ist-hiermit-gesorgt-foto-2/#respond Tue, 08 Apr 2014 11:16:58 +0000 http://www.milliways-publishing.de/?p=1497 Writers Tears Whisky

Guten Tag…. darf ich Ihnen ein Whisky anbieten?

Mehr Infos zum Whisky gibts hier zu sehen. Einige Hintergrundinfos von uns, passend dazu zum Stuttgarter Zeitungsstreik gibts hier zu lesen.
Und warum die Redakteure und Journalisten alle weinen, erklärt diese Präsentation von Daniel Schneider

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Milliways beim ElevatorPitch Baden Württemberg. Mal schaun wie wir uns schlagen. Daniel verfolgt die Strategie heute mal die Zielgruppe Kirchengemeiden durch Schützenvereine zu ersetzen…. zum besseren Verständniss :-) http://www.milliways-publishing.de/milliways-beim-elevatorpitch-baden-wuerttemberg-mal-schaun-wie-wir-uns-schlagen-daniel-verfolgt-die-strategie-heute-mal-die-zielgruppe-kirchengemeiden-durch-schuetzenvereine-zu-ersetzen-zum-bes/ http://www.milliways-publishing.de/milliways-beim-elevatorpitch-baden-wuerttemberg-mal-schaun-wie-wir-uns-schlagen-daniel-verfolgt-die-strategie-heute-mal-die-zielgruppe-kirchengemeiden-durch-schuetzenvereine-zu-ersetzen-zum-bes/#respond Fri, 04 Apr 2014 14:04:14 +0000 http://www.milliways-publishing.de/?p=1483 image

So nun ist es auch schon vorbei. Und dieses mal hatten wir den Eindruck das endlich mal verstanden wurde was wir machen und was an unserer Idee das neue ist.

Zumindest haben Sie die Idee mit dem dritten Platz belohnt und wir hatten noch sehr interessante Gespräche mit der lokalen Wirtschaftsprominenz …

Sobald die Berichte online sind erfahrt ihr natürlich noch mehr …

 

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http://www.milliways-publishing.de/milliways-beim-elevatorpitch-baden-wuerttemberg-mal-schaun-wie-wir-uns-schlagen-daniel-verfolgt-die-strategie-heute-mal-die-zielgruppe-kirchengemeiden-durch-schuetzenvereine-zu-ersetzen-zum-bes/feed/ 0 1483
Warum man sich die Fehlerprotokolle des Autosatzsystem´s immer ansehen sollte. http://www.milliways-publishing.de/warum-man-sich-die-fehlerprotokolle-des-autosatzsystems-immer-ansehen-sollte/ http://www.milliways-publishing.de/warum-man-sich-die-fehlerprotokolle-des-autosatzsystems-immer-ansehen-sollte/#respond Thu, 27 Mar 2014 11:07:40 +0000 http://www.milliways-publishing.de/?p=1460 Jeder der mit einem Autosatzsystem oder der mit einem Validator-Tool arbeitet kennt Sie, die meist in zwei Kategorien eingeteilten Warnmeldungen. Meist nimmt man sich ja die Rot markierten vor. Weil aber die in Gelb oft sehr häufig sind und oft nicht von Bedeutung werden diese gerne im Alltagsstress ignoriert.

Heute ist mir beim lesen eines Fachbuches(Kauf als PDF! bähh warum es handelt über Publishing, verd..sch..e warum dann als PDF) folgendes aufgefallen:

Fehler

Also dies kommt wohl dabei raus wenn man die Warnmeldungen ignoriert und einfach weiter macht.

Also was lernen wir daraus? Auch wenn es brennt, die Warnmeldungen anschauen lohnt sich.

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http://www.milliways-publishing.de/warum-man-sich-die-fehlerprotokolle-des-autosatzsystems-immer-ansehen-sollte/feed/ 0 1460
Stell dir vor eine Berufsgruppe Streikt und keiner merkt es… http://www.milliways-publishing.de/stell-dir-vor-eine-berufsgruppe-streikt-und-keiner-merkt-es/ http://www.milliways-publishing.de/stell-dir-vor-eine-berufsgruppe-streikt-und-keiner-merkt-es/#respond Wed, 26 Mar 2014 07:38:28 +0000 http://www.milliways-publishing.de/?p=1458 Nun ist es schon soweit, heute entscheiden die Journalisten der Stuttgarter Zeitung, ob sie evtl. in unbegrenzten Streik treten. 

Aber würde dieser Streik überhaupt nach Außen eine größere Wirkung haben?

Ich persönlich glaube es nicht! Zwar werden die Leser der Stuttgarter Zeitung sicherlich eine etwas dünnere Ausgabe erhalten aber die wirklich wichtigen Dinge werden dann eben mit Agenturmeldungen bestückt. Tja, Pech für den Lokalteil, der wird wohl aus Archivmaterial bestehen. Aber mal ganz ehrlich gesagt, ein Grüppchen Journalisten die streiken und das im 21. Jahrhundert stellt für eine Verlagsgruppe wie die SWMH nicht wirklich eine Bedrohung dar. Man hat ja noch genug Journalisten der anderen Titel um das aufzufangen.

Also liebe Journalisten, hier gilt ganz einfach:  Alle oder keiner! Überlegt´s euch.

Warum das ganze passiert und wie der Hintergrund aussieht erfahrt ihr hier.

Naja, was daraus wird, können wir ja dann in der Zeitung lesen. Ähhh wer hat hier ein Abo??? Mist nur Kopfschütteln im Büro…. Tja, vielleicht hält uns ja einer von euch auf dem Laufenden wie es sich für den Inhalt der Zeitung auswirkt.

 

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Wer Schriftsteller ist der vergießt oft Tränen… http://www.milliways-publishing.de/wer-schriftsteller-ist-der-vergisst-oft-traenen/ http://www.milliways-publishing.de/wer-schriftsteller-ist-der-vergisst-oft-traenen/#comments Mon, 24 Mar 2014 08:06:16 +0000 http://www.milliways-publishing.de/?p=1451 Entschuldigung liebe Leser, aber als ich dieses Etikett heute Morgen bei Ich mach was mit Büchern gesehen habe, konnte ich als Whisky-Liebhaber nicht widerstehen. Gleich mal ne Flasche für Verlagsgäste bestellt.

Also liebe Autoren, wenn so etwas rauskommt wenn ihr weint, dann müssen wir euch mehr quälen…

Ach übrigens, der FunFakt den er bring mit den 60% Alkoholikern unter den Literaturnobelpreisträgern konnte ich nicht bestätigen, lasse ihn aber einfach stehen, mir gefällt der Gedanke irgendwie.

 

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http://www.milliways-publishing.de/wer-schriftsteller-ist-der-vergisst-oft-traenen/feed/ 1 1451
Braucht die Welt wirklich ein antisoziales Netzwerk? http://www.milliways-publishing.de/braucht-die-welt-wirklich-ein-antisoziales-netzwerk/ http://www.milliways-publishing.de/braucht-die-welt-wirklich-ein-antisoziales-netzwerk/#respond Wed, 19 Mar 2014 20:02:32 +0000 http://www.milliways-publishing.de/?p=1442 Bis der Dienst „Google Latitude“ letztes Jahr eingestellt wurde, nutzten wir ihn hier im Team sehr gerne. Uns ging es nicht um das Ausspionieren unserer Kollegen, nein wir hatten noch kein festes Büro und nutzten ihn um uns auch mal spontan in der Stadt zu treffen. Heute machen wirs halt via Whatsapp und geben unseren Standort nicht mehr Google sondern dem „best friend“ Mark weiter.

Über Facebook, Twitter, WordPress und einigen anderen Diensten kommunizieren wir mit der Welt. Ich frage mich ehrlich gesagt, wann die Telefonfunktion im Smartphone überflüssig wird? Nun gibt es aber schon seit längeren Wiederstand gegen die Datenkraken  aber auch gegen das Vernetzen selbst. Und wen wundert es, der Wiederstand nutzt ganz im Sinne der Tradition von Widerstandskämpfern die Ressourcen des Gegners für seine eigenen Ziele.

Momentan macht die APP „Cloak“ von sich reden diese Nutzt die Daten aus Foursquare und Instagram, um „unliebsame Begegnungen“ zu vermeiden.  Hier bei warnt die App wenn man den Standorten von ausgewählten Personen zu nahe kommt oder wenn man sich in einem Bereich aufhält der ein hohes Risiko birgt, da er oft von einer der ausgewählten Personen besucht wird.

Ich muss sagen, mir gefällt die Idee schon aber ich denke, nur mit den Daten von diesen zwei SocialMedia wird man dieses Ziel nicht erreichen. Hierzu müsste man wohl alle Daten auswerten die man bekommen kann, sprich Facebook, Google, evtl. Whatsapp und die verknüpften Profile im Netz. Doch das ausgerechnet die Datenkraken bei einen so massiven Fall von Datensammelwut mitmachen ist zu bezweifeln. Denn was ist es den anderes als eine Personenortung?

Dennoch hat die Idee ihren Reiz, nur würden alle Datenschützer dieses Landes dagegen Sturm laufen und wahrscheinlich den Scheiterhaufen für die Verantwortlichen selber aufschichten. Ich persönlich hätte zwar für eine solche App sicherlich Verwendung, doch würde ich mich auch dagegen wehren so geortet zu werden und das dann auch noch an die Öffentlichkeit zugeben, ohne dass ich darüber auch nur etwas Kontrolle hätte (im Gegensatz zu G. Latitude).

Aber brauchen wir jetzt einen Gegenentwurf für die Social Media?

Meiner Meinung nach Ja!!!

Seine Daten heute noch im Netz unter Kontrolle zuhaben, ist beinahe schon ein Fulltimejob, wenn man sich wie ich z.B. privat und geschäftlich viel im Netz bewegt. Ein Tool, das es schaffen würde sämtliche Daten wieder unter persönlicher Kontrolle zustellen, wäre wahrscheinlich genau so viel wert wie Facebook.

Ich denke z.B. an alte Profile, die man längst vergessen hat, die aber noch existent sind oder Forenbeiträge, die man gerne Jahre später löschen würde bzw. gerne wüsste was man irgendwann irgendwo gepostet hat. Wer z.B. meinen Avatar(Nickname) kennt findet im Netzt sehr vieles über mich heraus (nein ihr werdet ihn nicht erfahren ;-)) aber keine Sorge wer ihn kennt, darfs auch wissen. Zu vielen dieser Profile und Communities habe ich inzwischen aber gar keinen Zugang mehr, weil schlicht weg die passenden Mailadressen zum Profil nicht mehr existieren. Es gibt zwar Dienste, die sich hierauf spezialisiert haben diese verlangen aber pro Profil oder Beitrag um die 29 Euro Bearbeitungsgebühr. Also wenn sich unter euch ein Softwareexperte verbirgt der dieses Problem mit einer App zu lösen vermag, so möge sich dieser doch mal bei uns melden.

Ach ja, wer selber etwas unternehmen will, für den kann ich euch den §42 UrhG ans Herz legen, den müssen die Betreiber auf jeden Fall beachten, sonst wird´s teuer. Der Haken dabei ist nur, das ihr eure Urheberschaft beweisen müsst und im Zweifel begründen warum ihr nicht mehr hinter dem Geschriebenen steht.

Und weil wir schon bei antisoziales Netzwerk sind noch ein antiterror Anschlag  auf euch:

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