Background

E-Books werden künftig mit 7 statt mit 19 Prozent Mehrwertsteuer belastet.

  • 28. April 2014

Endlich, ein Schritt in die richtige Richtung!

Die große Koalition plant eine Absenkung der Mehrwertsteuer auf Hörbücher und E-Books von 19 auf 7%. In Koalitionskreisen wurden am Sonntag entsprechende Berichte bestätigt. Die auf diese Weise vermarkteten Inhalte, wie klassische Bücher, Zeitungen und Zeitschriften sollen nur dem ermäßigten Mehrwertsteuersatz unterliegen. Öffentlich bekannt gegeben werden soll, das Vorhaben nach der Sitzung der Fraktionsspitzen von Union und SPD am Montag und Dienstag in Königswinter bei Bonn.

Quelle: REU

Hilft das jetzt nur den Verlagen?
Davon ausgehend, dass Verlage immer weniger eBooks verlegen werden und über kurz oder lang sowieso das zeitliche ich Buch- und Zeitschriftensektor segnen, sind das tolle Neuigkeiten für Selfpublisher die dann direkt vom reduzierten Steuersatz profitieren. Weiter ist die Grundlage aller Honorar- Berechnungen ja der um die Mwst. bereinigte Umsatz. Der würde steigen, also fielen auch die Anteile für die Autoren höher aus. In jedem Fall also ein Gewinn für die Autoren und Selfpublisher.

Vielleicht passend zum Thema unserBeitrag: Eine Branche entzaubert? Dabei gehts um das Staunen und den Zauber den viele hinter der Buchbranche sehen und auch wie sich viele Autoren und auch Leser noch die Branche vorstellen.

Eine ganz große Frage welche sich jetzt aber stellt… wenn das eBook schon steuerlich jetzt dem „Kulturgut Buch“ gleichgestellt ist, daher also endlich eingesehen wird, dass nicht das Papier das Kulturgut ausmacht sondern der Inhalt (bisher auf Papier, jetzt eben im Speicher), dann wird es dringend mal zeit über die Buchpreisbindung nachzudenken. Für den Online-Verkauf das sog. „Herkunftslandprinzip“, das auf die europäische E-Commerce-Richtlinie zurückgeht. Was den grenzüberschreitenden Handel angeht, sind daher die Erfolgsaussichten einer Klage (bis zum EuGH) garnichjt mal so schlecht. Demnächst erwartet euch hier auf Milliwaysw-Publishing ein ausführlicher Bericht und eine Analyse zur Buchpreisbindung, auch im zusammenhang mit den aktuellen Entwicklungen. Dazu einfach Milliways-Publishing auf Facebook liken oder hier mal öfter auf der Seite im Blog vorbei schauen.

Dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels schmeckt das ganze Thema überhaupt nicht. Hier gibts einen netten Artikel zu lesen, wie der Börsenverein auf den Hinweis mal die Buchpreisbindung zu überdenken, reagiert.

 

 



%d Bloggern gefällt das: