Verlage

Da hatte jemand die selbe Idee wie wir…. und hats versemmelt…

  • 9. März 2014

Kurz gesagt, im folgenden Beitrag geht es um das bewähte System: Shit In – Shit Out und seine Gültigkeit im Verlagswesen.

Bei unserer Recherche zu einer Milliways-Publishing ähnlichen Lösung, sind wir auf die Jungs vom Reemers Publishing Services gestoßen. Liest man den pdf-Flyer dann klingt das alles recht solide und deckt sich mit den Leistungen von Milliways-Publishing:

  • 100% webbasiert, keine lokalen InstallationenShitInShitOut
  • zentrale Plattform für alle Produktionsteilnehmer
  • Software as a Service (SaaS)
  • keine initialen Lizenzkosten
  • konfigurierbare Workflows
  • XML- und/oder Word-basierte Datenverarbeitung
  • hochautomatisierte Satz- und EP-Schnittstellen
  • eBook auf Knopfdruck
  • bis zu 75% geringere Korrekturkosten
  • Versionierung und Archivierung
  • keine Medienbrüche
  • Bilddatenverwaltung
  • Option Cloud-Computing

Bei der Erfassung von Texten geht Reemers Publishing Services den Weg über Word. So schreiben Sie: „Strukturierte Wordmanuskripte sind der erste Schritt zu einem effizienten Produktions­prozess. Sie ermöglichen standardisierte Prozesse und vereinfachen die spätere Arbeit sowohl im XML-basierten als auch im konventionellen Satz“

Ich kann es förmlich fühlen, wie im Meeting zur Softwareerstellung damals zur Texterfassung irgend ein antiquierter sicht sehr wichtig sehender, von sich selbst auf höchter Ebene überzeugter AltVerlagler oder AltRedakteur das VerstandMitLöffelnGefressene Statment abgegeben hat „die wollen mit Word arbeiten, alle arbeiten mit Word, wir müssen eine Lösung finden die auf Word basiert“

Genau, weil das war ja schon immer so und wird wohl auch immer so bleiben… und alle Journalisten und Autoren sind doof und klicken sich lieber durch Symbole und zusätzliche Leisten… tja, und das wars dann auch schon mit der Erfolgsgesichte… faktisch haben sich, meiner Meinung nach, die Herren Reemers Publishing Services mit dieser Entscheidung selbst ins Bein geschossen.

Dabei klang eigentlich alles so gut…
Digital-First, die Bedürfnisse der Autoren und User waren erkannt, die Zeichen der Zeit richtig gedeutet und auch sonst stehen jede Menge richtige und schlaue Dinge auf der Webseite. Aber an wen richten sich die Produkte denn…. ohhh… Verlagshäuser… vielleicht also doch die Zeichen der Zeit nicht richtig erkannt? Spielen große Verlagshäuser in der digitalen Zukunft noch eine Rolle, werden wirkliche Verlage zwischen Content-Input und digitalem/gedrucktem Output benötigt? Wir glauben nicht.

Verlage haben lange Zeit ihren Sinn erfüllt, jetzt ist es aber Aufgabe von genau solcher Software, wie sie die Jungs von Reemers Publishing Services anbieten, die Funktion der Verlage aufzuheben oder zumindest etwas aufzubrechen. Niemand braucht mehr Verlage wenn Satz automatisiert auf die Endausgabe vorbereitet werden kann. Gut, ggf. muss doch noch ein Mediengestalter drüber, aber hey, dazu braucht es kein Verlag der auch noch Kohle am Produkt verdienen will, das tut schon amazon, iTunes oder Google Play. Publisher sind nicht mehr Verlage, Publisher sind die Autoren.

Noch lustiger wirds bei dem Produkt LOOKUP! von Reemers Publishing Services.
„LookUP! bietet Verlagen und allen anderen Unternehmen eine einfache, schnelle und kostengünstige Möglichkeit, ihre Publikationen digital mobil anzubieten. Der Verlag stellt seine Druck-PDF-Daten über das LookUP!-Webportal bereit. Dort werden sie für eine optimale Nutzung automatisiert aufbereitet. Dazu haben die Jungs auch ein lustiges Video gemacht… eignet sich maximal als Trinkspiel… denn es ist wirklich absolut Gähn!

Hier scheint Reemers Publishing Service endlich eine Möglichkeit gefunden zu haben das gute alte Prinzip von Shit-In-Shit-Out zu revolutionieren…. wobei es eher nach… nunja… vergolden vom… shit-out klingt.

So wird beworben: „perfekte, fehlerfreie Darstellung – fixed layout statt reflowable eBook“
Leute… das ist doof… es gibt 5″6″7″8″9″10″11″x“ große Geräte… werden auch passend Lupen ausgeliefert? Und wo soll nochmal der Vorteil dann gegenüber einer pdf sein? Eine tolle Suchfunktion? Web 2.0-Funktionalitäten und semantische Funktionen? Hui!

Verdanken wir es also den Lösungen von Reemers Publishing Service, dass ich mich grau ärgere, wenn ich mal wieder „eine bessere pdf-Ausgabe“ statt einer echten digitalen Zeitschrift vorgesetzt bekomme? Jungs… was ihr hier macht ist den Verlagen das Gefühl geben, sie würden da „was digitales“ machen… dabei ist es totaler mist… ihr seid Schuld wenn das nochmal 10 Jahre dauert mit den anständig lesbaren digitalen Publikationen… und warum, achja, ihr wollt Geld verdienen, richtig, darum gehts… deswegen kostet der Spaß auch pro Zeitschriftenausdgabe rund 100€ und Einrichtungskosten von 1850€… und für den PC nochmal 850€ pro Arbeitsplatz. Reemers sagt ja selbst „Wir präsentieren […] Innovationen rund um das Thema kosteneffiziente Verlagsherstellung.“

Tja, und hier ist der Unterscheid und der Grund warum ich Milliways-Publishing einfach besser finde:

Wir wollen das Beste für beide Seiten: Autoren und Leser. Wir interessieren uns nicht dafür Verlagen auch weiterhin Ihre Monopolstellung zu sichern und wollen daher deren Prozesse nicht auch noch kosteneffizienter machen. Auch wollen wir nicht Verlage auf Kosten der Nutzer und Leser melken. Wir bieten eine innovative und somit einmalige Lösung an Autor, Lektor und Leser zu verbinden und das ganz Ohne einen Verlag. Wir ermöglichen es digital mit seinem vollen Potential und gedruckt zu publizieren, ohne die Gatekeepper in den Verlagsbüros.  Aber vorallem: Wir machen keine halben Sachen!

… und außerdem wird unser Produkt viel schöner aussehen und das Video nicht ganz so brutalst langweilig sein…
für alle mit Einschlafproblemen oder Schlafstörungen… hier gehts zum Video

Was muss denn eine digitale Zeitschrift können? Hier gibts die Antwort und hier liefern wir noch den grund warum das so sein muss….

Daniel Schneider



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